Die Entscheidung ist gefallen …

Ich habe mich entschieden … ich will weg … es hat eine ganze Weile gedauert um diesen Entschluss zu fassen. Ich habe lange gezögert … vor allem wohl aus Angst und Bequemlichkeit aber jetzt bin ich fest entschlossen es durchzuziehen. Wie? Das finde ich jetzt wohl heraus …

Ich schreibe hier meine Gedanken auf und Dinge, die ich für wichtig erachte um mich daran zu erinnern. Ich möchte dieses Abenteuer für mich festhalten.

Aber fangen wir einfach mal mit dem Status quo an:

Wer bin ich eigentlich und woher komme ich?

Ich bin Manuel, habe nach einer, sagen wir mal ‘turbulenten’ Schulzeit, eine Ausbildung als Fachinformatiker gemacht und dann 2 feste Jobs gehabt. Habe immer schon ein großes Bedürfnis nach Freiheit gehabt und mich daher quasi seit der Ausbildung nebenbei selbstständig gemacht. Nach 6 Jahren in Festanstellungen war es dann so weit, ich konnte davon leben … Das habe ich dann weitere 7 Jahre gemacht und war zufrieden damit. Dann haben sich die Dinge ein wenig verschoben und ich bin zurück in die Festanstellung. Ich wollte mal Konzernluft schnuppern und schauen wie das so ist. Es war einen Versuch wert. Ich habe viel gelernt. Vor allem darüber was ich nicht möchte 😉

Ich habe mir einen Traum erfüllt und meinen Privatpilotenschein gemacht. Danach war ich fest verbunden mit der Fliegerei und habe auch noch die Berufspiloten-Ausbildung dran gehangen, Kunstflug gelernt und Fallschirmspringen.  Das hat alles wieder auf mein Verlangen nach Freiheit eingezahlt. Aber dennoch hatte ich auch immer ein Verlangen nach Sicherheit. Wohne jetzt 10 Jahre in der selben, schönen Altbauwohnung (weil sie doch vom qm-Preis her so günstig sind obwohl ich alleine eigentlich keine 120qm brauche). Es mangelt an nichts und ich brauche nicht darüber nachdenken, ob ich die 10 € jetzt für’s Kino ausgeben möchte oder nicht.

Aber irgendetwas ist trotzdem verloren gegangen über die Zeit … ich merke, dass ich weniger Spaß an meiner Arbeit habe, ich wäre lieber draussen, würde lieber die Welt von oben sehen. Leider stehen die Chancen für neue Piloten derzeit nicht gut und generell ist das Lohnniveau in der Fliegerei sehr niedrig.

Ich mochte schon immer Abenteuer. Ich war schon immer gerne spontan und frei. Aber ich bin es derzeit nicht. Ich arbeite nicht mehr, weil ich daran spaß habe sondern weil ich muss. Den Kredit für die Berufspiloten-Ausbildung bedienen, die Wohnung bezahlen, das Auto, usw.

Ich hatte schon vor einigen Monaten das Gefühl, dass es das nicht sein könne. Habe erstmal noch gezögert. Dachte eine Veränderung in der Firma in der ich arbeite würde etwas bringen, hat es aber nicht.

Jetzt ergibt sich quasi die perfekte Gelegenheit alles auf den Kopf zu stellen … heraus aus der Komfortzone zu kommen und mal ein WIRKLICHES Abenteuer zu erleben … mein Vertrag bei meinem Arbeitgeber läuft Ende Januar aus und ich bin frei … wenn da nur nicht die Wohnung wäre … der Kredit … Ein wenig Geld habe ich angespart, aber wird das reichen, um 3 Monate einfach nur weg zu sein? Ganz sicher nicht. Ich muss also Kosten reduzieren … und zwar drastisch … Meine Fixkosten haben sich auf satte 1.800 € pro Monat aufsummiert … ohne dass ich davon schon etwas gegessen hätte. Das kann es nicht sein … das muss anders gehen …

Ich möchte herausfinden wie es ist, komplett frei zu sein. Keine Wohnung die einen fest hält, kein Möbel die einstauben, freie Wahl welchen Weg ich morgen gehe und auch das Gefühl morgens aufzuwachen und nicht zu wissen wo man abends schlafen wird. Reisen zu probieren … den Traum ein wenig zu leben … neue Eindrücke sammeln und auf sich wirken lassen. Vielleicht auch aufgaben übernehmen die ich hier in Deutschland nicht übernommen hätte. Irgendwo aushelfen für Kost und Logie. Dann nach 3 Monaten zurück zu kommen und erst mal vornehmlich das zu tun was ich gerne tue. Fliegen! Vielleicht damit Geld verdienen, wenn auch nicht viel. Aber wenn ich mit weniger auskomme, dann benötige ich auch nicht mehr so viel Geld und dann reicht es vielleicht erstmal?! Andere können das schließlich auch.

Ich bin gut ausgebildet und habe derzeit keine Probleme damit irgendwo Arbeit zu finden, wenn alle Stricke reissen. Am liebsten Freelance. Das enthält schliesslich schon das schöne Wort “free”. Das gefällt mir!

Was ist also jetzt der Plan?

Der grobe Plan ist folgender: Mein Arbeitsvertrag läuft Ende Januar aus. Ich werde mich bis dahin von allem “unnützen” trennen. Ich werde meine Wohnung entweder aufgeben oder erst einmal untervermieten (ich tendiere zum Aufgeben, da man nur so eigentlich wirklich frei sein kann). Ich werde eine schöne Bleibe für meinen 15 Jahre alten Kater finden. Ich werde ein Ticket nach Südostasien buchen … Ich werde versuchen aus allen Verträgen heraus zu kommen um meine Kosten auf ein Minimum zu reduzieren. Ich werde irgendwann Anfang Mai zurück kommen und dann schauen was ich weiter mache. So lange werde ich erkunden, entdecken und erleben.

In diesem Blog werde ich immer wieder einzelne Schritte aufschreiben. Es wird sicher viel passieren, schliesslich gibt es viele Fragen, die sich aus diesem Vorhaben ergeben und vieles zu erledigen bis es so weit ist in’s Flugzeug zu steigen mit nichts weiter als einem Rucksack und los zu ziehen um etwas von der Welt zu sehen und Energie zu tanken und heraus zu finden was mich eigentlich erfüllt und was ich gerne mit meinem Leben in nächster Zeit anstellen will.

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