Was wäre wenn … Geld keine Rolle spielen würde?

Ein Video, das mir bereits vor einiger Zeit begegnet ist und mich definitiv angeregt hat, über meine eigene Situation nachzudenken ist eine Vorlesung von Alan Watts zum Thema “Was wäre wenn … Geld keine Rolle spielen würde”.

Hier ist das Video:

Ein Satz von Watts, der sich mir dabei besonders eingebrannt hat ist dieser hier:

“You are doing things you don’t like doing in order to go on living, that is to keep on doing things you don’t like doing, which is stupid!”

Er stellt dabei fest, dass viele Menschen das was sie tun nur deshalb tun, weil Geld eine entscheidende Rolle bei der Entscheidung spielt.

Sie tun nicht unbedingt das was ihnen liegt oder Spaß macht (werden z.B. Künstler oder arbeiten mit Tieren im Freien, o.ä.) sondern sie suchen sich bewusst einen Beruf, der sie finanziell absichert. Sie treffen die “Vernünftige” Entscheidung, die ihnen von unserer Gesellschaft so eingeimpft wurde. Es wird heutzutage sehr stark die Frage nach “Sicherheit” gestellt, und sehr wenig die Frage nach “Glück”.

Der stereotype BWL-Student ist vielleicht das beste Beispiel für dieses Verhalten. Viele studieren BWL nicht etwa, weil es ihnen besonders viel Spaß macht, sondern weil man damit später “Geld verdienen” und sich dann damit etwas “leisten” kann.

Was wäre wenn…?

Wenn man die finanzielle Komponente nun aus dieser Gleichung entfernen würde, würde sich bei vielen Menschen ein komplett neues Leben ergeben. Sie würden eher die Dinge tun, die ihnen Spaß machen und für die sie ein Talent haben. Aus meiner Sicht würde die Arbeitsqualität insgesamt dadurch auch besser werden, da die Menschen das tun, was sie mit Leidenschaft tun und nicht das, was sie tun müssen um genügend Geld für einen gewissen Lebensstandard zu verdienen.

Das gilt natürlich nicht für jeden. Ich persönlich hatte schon immer Spaß an Technik und an Computern und damit kann man zufällig heutzutage auch gutes Geld verdienen. Aber die Dinge haben sich auch verändert und die Fliegerei ist zu einer Leidenschaft geworden. Leider sieht es in diesem Berufszweig derzeit überhaupt nicht rosig aus, so dass ich doch deutliche finanzielle Einbußen hinnehmen muss, um das zu tun, was mir derzeit am meisten Spaß macht. Am Ende wird es sicher auf eine Mischung hinauslaufen. Im Winter dies, im Sommer das, oder eine andere der zahlreichen Varianten um alles in Einklang zu bekommen.

Was wirklich zählt …

Leider ist Watts Gedankenspiel in der Realität nicht wirklich anwendbar aber es soll uns die Augen dafür öffnen, dass Geld nicht das wichtigste im Leben sein muss. Wir können uns aktiv dafür entscheiden, Dinge zu tun, die vielleicht nicht so viel Geld bringen, dafür aber eine Menge mehr Spaß machen und daher einen größeren Teil zu unserer eigenen Grundzufriedenheit beitragen können.

Wir sollten uns regelmäßig fragen ob wir die Dinge die wir tun wirklich tun, weil Sie uns glücklich machen oder weil wir sie tun müssen. Häufig gibt es einen Weg, eine gute Balance zu finden und nicht immer muss man sofort alles aufgeben und umkrempeln.

 

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