Wie es sich anfühlt …

… wenn man fast alles los geworden ist und nun quasi erstmal Arbeits- und Obdachlos ist (ok, ich gebe zu ich übertreibe aber irgendwie stimmt es ja auch für den Moment), davon soll dieser Beitrag handeln.

Ich habe diesen Beitrag in Doha am Flughafen angefangen und dort nicht beendet … inzwischen bin ich auf Bali, war in Kuta, am Bingin Beach und liege jetzt im Homestay-Bett in Ubud und nehme mir jetzt das erste mal Zeit dafür, das bisher Geschehene revue passieren zu lassen. Ich habe gemerkt, dass ich lieber seltener und dafür vielleicht ausführlicher schreibe als zu oft. Dafür poste ich lieber kurze Eindrücke bei Facebook, da dies viel schneller geht und mich nicht so sehr vom Eigentlichen abhält, nämlich meiner Reise. Ich möchte hier lieber erleben als zu schreiben.

Es war viel Stress in den letzten Monaten. Seit der Entscheidung, mal komplett reinen Tisch zu machen und mal für 3 Monate weg zu gehen ist viel passiert. Zunächst musste die komplette Wohnung irgendwie leer gemacht werden und ich war wirklich erstaunt, wie viel Krempel sich eigentlich so ansammelt mit der Zeit.

2016-01-27 11.42.48

Mir war es wichtig, nichts unnötig weg zu schmeissen also habe ich priorisiert, was ich noch verkaufen kann und dies als allererstes getan. Das zog sich ziemlich genau über die 3 Monate hin, die es von der Ticketbuchung bis jetzt gedauert hat. Zuletzt gingen Waschmaschine und Kühlschrank weg und die letzten 14 Tage habe ich schon immer auf dem Boden nur auf einer Matratze geschlafen, weil das Bett bereits verkauft war. Aber das geht auch alles. Lattenroste sind total überbewertet 😀

Nicht zuletzt habe ich aber auch vieles verschenkt. Die beiden größten Ladenhüter waren 2 Esstische mit Glasplatte … es hat ein wenig geschmerzt, dass ich nicht wenigstens noch ein paar Euro daraus machen konnte aber was weg muss, muss halt weg, also habe ich sie schlussendlich verschenkt. Scheint irgendwie keiner mehr zu wollen heutzutage 😉

Ich werde demnächst noch mal einen Beitrag verfassen in dem ich mal grob aufzähle, was es eigentlich gebracht hat, die Dinge zu verkaufen. Ich bin selbst sehr gespannt, was am Ende unter dem Strich steht.

Aber wie fühlt es sich denn nun eigentlich an?

2016-02-01 11.33.08Kurz gesagt: Sehr gut fühlt es sich an! Mit jedem Teil, das ich verkauft oder verschenkt habe wurde ich gefühlt ein Stück freier. Zuletzt habe ich den Schlüssel meiner Wohnung abgegeben in der ich nunmehr 10,5 Jahre verbracht habe. Man ist flexibler und kann einfach dort sein wo man möchte und wo man sich wohl fühlt. Frei nach dem Motto “Be where you want to be”. Was jetzt noch geblieben ist sind ein Dutzend Kisten und 2 Matratzen, die ich bei meinen Eltern eingelagert habe und meine 2 Rucksäcke mit denen ich inzwischen in Asien unterwegs bin.

Ich kann aus dieser Erfahrung jedem nur raten zu Hause mal zu schauen, was man denn eigentlich wirklich noch braucht. Es ist ein verdammt schönes Gefühl, Dinge los zu werden, die eigentlich nur noch einstauben. Man befreit sich von der Vergangenheit und lebt wieder mehr in Hier und Jetzt. Man muss nicht immer gleich den ganz großen Schritt gehen aber ein bisschen Veränderung und ein Perspektiv-Wechsel tun jedem mal gut.

 

 

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