Von Hoi An nach Hue

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Es ist morgends gegen 8 Uhr und ich bin bereit für die Fahrt nach Hue. Sam hat sich am Tag zuvor spontan dazu entschlossen bereits heute mit zu fahren und die Strecke auf dem Bike zu erkunden anstatt noch eine Nacht in Hoi An zu bleiben und am nächsten Tag mit dem Bus zu fahren. Und es wird sich lohnen!

Wir fahren zunächst die Strecke vom Vortag bis nach Da Nang und entscheiden uns, auf dem Weg auch noch ein wenig durch die Stadt zu fahren und uns diese anzuschauen. Der Stadtverkehr ist schon etwas aufregender und besonders bei riesigen Kreisverkehren ohne Spuren wird einem manchmal schon mulmig. Wenn man allerdings vorsichtig fährt und die inoffiziellen Regeln einhält dann kommt man man gut durch. Besonders die Fahrten über die Brücken sind ein echter Hingucker für uns.2016-03-17 13.07.01

Ich frage Sam, ob wir heute nicht die Insel doch noch ein mal umrunden wollen, da wir das am Vortag ja leider nicht geschafft haben. Das war eine gute Idee! Wir bekommen einen tollen Ausblick auf’s Meer und von der Insel aus auf Da Nang, das sich allerdings etwas im Nebel versteckt. Die Straßen auf der Insel sind gut, werden aber irgendwann durch kleine Wege abgelöst, die aber immerhin noch betoniert sind.

 

An einem kleinen Stand entscheiden wir uns, noch einen Kaffee bzw. Tee zu trinken und die Aussicht ein wenig zu genießen. Hier laufen auch ein paar kleine Äffchen rum, die nach nicht allzu langer Zeit von ein paar chinesischen Touristen gefüttert werden. Diese geben ihnen so ziemlich von allem etwas was sie IMG_2669dabei haben, sogar einen Lutscher, den sich das eine Äffchen sogleich in den Mund steckt. Er weiss offensichtlich, wie man einen Lutscher zu lutschen hat und beißt ihn nicht etwa sofort ab sondern lutscht ganz genüsslich eine ganze Weile auf ihm rum, während er die Tüten der Touristen noch nach anderen spannenden Sachen durchsucht.

Die Halbinsel hält eine interessante Route bereit und wir brauchen bis ca. 13 Uhr, bis wir alle Winkel erkundet und die Insel umrundet haben. Mein Roller macht natürlich mittendrin auch direkt ein mal schlapp und springt nicht mehr an. Gut dass dies genau an der einzigen Stelle passiert, an der ein paar Einheimische ihre Zelte aufgeschlagen haben um Sprit zu verkaufen. Am mangelnden Sprit liegt es allerdings eher nicht. Die Einheimischen kommentieren nur mit “Bike no good” und bieten dann ihre Hilfe an. Ein ca. 10 jähriger Junge nimmt sich meinem Roller an und schraubt die Verkleidung routiniert ab um die Zündkerze zu prüfen und zu reinigen und dann noch irgendwas am Lufteinlass zu prüfen. Wie von 2016-03-17 12.18.02Zauberhand springt der Roller nach kurzem wieder an und wir können unsere Tour fortsetzen. Für nur 100.000 Dong haben wir jetzt einen hoffentlich wieder einige KM haltenden Roller. Ich bin allerdings etwas vorsichtig und versuche ihn so wenig wie möglich abzuschalten auf dem Weg.

Nachdem wir die Halbinsel umrundet haben geht unser Weg weiter nach Norden über den sog. “Wolkenpass”. Der Weg ist geprägt von Kurven und einem tollen Ausblick. Wir halten noch ein mal an einem kleinen “Imbiss” nahe des Wolkenpass an um uns mit Gemüse aufgepimpte Instant-Nudeln zum Mittag zu gönnen bei einem fantastischen 2016-03-17 14.09.52Ausblick auf die Buchten und Strände, die unter uns liegen und sehr verlassen aussehen. Auf dem Weg begegnen wir außerdem einigen Bergziegen.

Nachdem wir den Berg hinter uns gelassen haben, wird die Route etwas weniger spannend und viel gerader. Wir fuhren vorbei an zahlreichen Häusern, an denen es eine Vielzahl von Flaschen mit einer gelblichen Flüssigkeit zu kaufen gab. In diesen befindet sich angeblich selbst destilliertes Öl aus der Rinde der umliegenden Bäume oder eine Art Eukalytusöl, dass ebenfalls Mücken fern hält.

Kaum in Hue angekommen, begrüßt uns schon der Berufsverkehr und wir navigieren vorsichtig durch die Stadt zum Hostel. Dort angekommen begegnen wir alten Bekannten aus Hoi An wieder. Debbie und Fia haben in den selben Zimmern wie wir in Hoi An übernachtet und waren bereits einen Tag vor uns nach Hue gereist. Die Backpackerwelt ist wirklich klein, besonders in Vietnam. Wir tranken etwas zusammen und die drei erwähnten, dass sie ein privates Auto mieten wollten um von Hue am kommenden Tag nach Phong Nha zu fahren. Sie waren nicht besonders begeistert von Hue und ich wollte eh nur eine Nacht hier bleiben also schloss ich mich an. Sam willigte ebenfalls ein, am nächsten Morgen mit zu fahren obwohl Phong Nha bisher nicht auf seinem Plan war.

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Wir verabredeten uns am Abend noch in einer Bar aber Sam und ich wollten vorher noch ein spezielles Straßenrestaurant erkunden, da Sam unbedingt “Bun Bo Hue” in Hue gegessen haben wollte. Bun Bo Hue ist eine Art scharfe Nudelsuppe mit unterschiedlichen Fleischsorten. Sie wurde uns mit zusätzlichem Salat und Baguette gereicht und war sehr lecker.

Den restlichen Abend verbrachten wir dann in einer Bar in der wir Karten spielten und mit dem vietnamesischen “Profi-Billard-Spielern” um die Wette spielten. Am nächsten Tag ging es dann mit dem Auto weiter nach Phong Nha, das bekannt für seine außergewöhnliche Höhlenwelt ist.

 

 

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