Bangkok

Bangkok (22.03. – 25.03.) 

2016-03-23 18.40.49Der Tag fängt dunkel und trübe an in Hanoi. Ich stehe frühzeitig auf um meinen Flieger nach Bangkok zu bekommen. Mit dem Uber fahre ich zum Flugplatz und sehe zumindest noch von Außen das Mausoleum von Ho Chi Minh, das sich ein wenig im Nebel versteckt. Am Flugplatz angekommen laufe ich zielstrebig zum Schalter und möchte einchecken. Plötzlich bemerke ich, dass ich scheinbar meinen Reisepass nicht von der Rezeption wieder bekommen habe. Ich erinnere mich, dass ich ihn beim Checkout entgegen nehmen wollte, aber der Mann an der Rezeption meinte, ich solle doch erst in Ruhe frühstücken. Ich willigte ein und nahm dann aber die Hälfte mit zum Uber. An diesem Punkt war ich schon so darauf konzentriert, zum Flugplatz zu kommen, dass ich den Reisepass schlicht vergaß.

2016-03-23 19.18.59Ein wenig unentspannt fragte ich am Schalter, ob ich mal telefonieren könne, da ich nur einen Internet-Tarif auf dem Handy hatte. Ein Gast vor mir gab mir netterweise sein Handy, so dass ich im Hostel anrufen konnte. Das Hostel schickte nun extra jemanden los, damit ich rechtzeitig meinen Reisepass bekommen würde. Es ist wirklich gut, dass ich generell lieber zu früh als zu spät irgendwo bin, so habe ich Zeit in Fällen wie diesem. Der Kurier kam eine gute Stunde später am Flugplatz an und ich hatte noch locker Zeit zum Checkin.

2016-03-24 10.42.16In Bangkok angekommen entschied ich mich dafür, den Skytrain und die BTS zu nehmen um ein wenig Geld zu sparen und konnte so auch aus dem Zug schon ein wenig von der Stadt sehen. Ich checkte in mein Airbnb ein und verbrachte den Tag damit zu entspannen und noch etwas zu essen und früh schlafen zu gehen. Ich war für eine Nacht in einem anderen Haus untergebracht und zog daher am Morgen noch ein mal in das endgültige Airbnb um. Danach holte ich Lena vom Flugplatz ab und ab jetzt würden wir 3 Wochen gemeinsam Thailand erkunden.

2016-03-23 19.49.14Am ersten Abend war eigentlich nur entspannen nach dem Flug angesagt. Wir nutzten den Pool auf dem Dach des Hauses und schwammen ein paar Bahnen mit Blick auf Bangkok und fast noch Vollmond. Danach suchten wir uns etwas nettes zu Essen und dann war der Tag auch schon vorbei. Am nächsten Tag wollten wir uns die wichtigsten Wahrzeichen von Bangkok anschauen und fuhren zunächst mit dem Boot zum Königspalast.

Wie es in einer neuen Stadt so ist, muss man sich erst einmal zurecht finden und ein Gefühl für Preise bekommen. Wir nahmen daher aus Versehen das etwas teurere Boot für 100 THB (ca. 2,50 €) pro Person und ließen uns direkt zum Pier am Königspalast bringen. Dort angekommen schauten wir auf die Karte als wir von einem sympathischen Mann mit gutem Englisch angesprochen wurden. Er wies uns auf eine TukTuk Tour für 2016-03-24 07.00.44150 THB zu den wichtigsten Punkten hin. Darunter der Black Buddha, der liegende Buddha und der Königspalast. Er rief uns auch ein TukTuk, schrieb die Ziele auf einen Zettel und zeigte sie dem TukTuk Fahrer. Dieser fuhr los und ich nutzte inzwischen mein Handy um zu schauen, was denn der Black Buddha sei. Sofort kam eine Seite mit „Black Buddha Scam“. Die Sim-Karte hat sich also gleich mal gelohnt. Der Scam besteht daraus, die Touristen zu einem Tempel zu bringen mit einem eher unscheinbaren Buddha und dort dann überteuerte Waren (Ketten, etc.) an die Touristen zu verkaufen. Die TukTuk Fahrer erhalten dann eine Provision für die verkauften Waren.

2016-03-24 07.13.02Ich beschloss, nicht auf den Scam einzugehen und sagte kurz nach der Ankunft zum TukTuk Fahrer, dass wir gar nicht zum Black Buddha wollten sondern zum liegenden Buddha und dass da wohl etwas missverstanden wurde. Dieser wurde etwas wütend und versuchte uns beim Black Buddha los zu werden. Ich bestand aber darauf, dass er uns zum liegenden Buddha fahren sollte. Er fragte noch ein mal wieviel wir bereit seien zu zahlen und ich sagte, dass wir natürlich nur die vereinbarten 150 THB zahlen würden. Er wurde sichtlich aufgeregter und stieß zwischendurch auch mal ein „Fuck you“ aus.

2016-03-24 08.11.46Da ich mich davon aber nicht beirren lies fuhr er am Ende doch noch zurück zum Königspalast. Vermutlich hatte er Angst, am Ende komplett leer aus zu gehen, da ich ansonsten auch einfach nicht bezahlt hätte.

Am Königspalast angekommen musste ich dann erst einmal ein paar Hosen ausleihen, da der Sarong, den wir mitgebracht haben, für Männer wohl nicht in Ordnung ist in Thailand und man unbedingt lange Hosen tragen muss. In Indonesien dagegen war es kein Problem, einen Tempel zu betreten, solange einfach die Knie bedeckt waren.

Das komplette Gelände des Königspalasts ist schon sehr beeindruckend. Es gibt viele unterschiedliche Gebäude zu bestaunen und wir sahen unter anderem den Smaragt-Buddha. Fotografieren ist in diesem Bereich leider nicht erlaubt und ich konnte beobachten, wie ein Wärter dafür sorgte, dass eine Frau, die mit dem Handy fotografiert hatte, die Bilder wieder vom Handy löschte.

2016-03-24 08.38.43Es gibt auch eine interessante Geschichte zur Entdeckung des Smaragt-Buddha:

 “Eine alte Chronik beschreibt, wie der Smaragd-Buddha “entdeckt” wurde. Während eines Gewitters im Jahre 1434 A.D. schlug der Blitz in eine Chedi ein, die sich in einem Tempel in Chiang Rai (Nord-Thailand) befand. Die Chedi zerbarst und unter den Trümmern fand man eine Buddha-Figur, die mit vergoldetem Stuck bedeckt war. Sie wurde zum Abt gebracht, der nach einiger Zeit bemerkte, dass der Stuck an der Nase abblätterte. Darunter glänzte es grün. Als der Stuck vollständig entfernt worden war, kam die Figur des Smaragd-Buddha zum Vorschein. Die Menschen strömten in den Tempel in Chiang Rai, der nach ihm “Wat Phra Kaeo” genannt wurde, und verehrten die Buddha-Statue, so dass sie eine große Berühmtheit erlangte.”
(Quelle: Wikipedia)

2016-03-24 08.36.40Nach dem Königspalast stand dann nun endlich der liegende Buddha auf dem Plan und wir liefen nur einen kurzen Weg dort hin. Die Statue ist mit ihren 46m riesig und erscheint in goldener Farbe. Ich frage mich immer wieder, wie man auf die Idee kommt, solch eine Statue herzustellen. Ebenfalls sehr beeindruckend waren die Gänge, die mit sitzenden Buddha-Statuen geschmückt waren.

Abends ging es dann mit der günstigeren Fähre für nur wenige THB zurück zum Airbnb zum Umziehen. Unser nächstes Ziel war nämlich die aus „Hangover 2“ bekannte „Skybar“ im 64. Stock des Lebua Towers und der Dresscode ist hier doch ein wenig förmlicher als Shorts und FlipFlops.

Der Blick auf Bangkok bei Nacht von hier ist atemberaubend. Wir
wussten bereits vorher, dass die Cocktails hier mit umgerechnet 15 € ziemlich teuer werden würden aber 2016-03-24 16.15.12wir sind schließlich nur ein mal hier und bestellten uns zwei wirklich leckere Cocktails die wir dann Entspannt mit dem Blick auf Bangkok genossen.

Nachdem wir nun die Stadt von Oben gesehen haben und es gerade erst kurz nach 10 war, wollten wir nun auch noch die sehr bekannte „Khaosan Road“ sehen. Wir steigen also in ein Uber und lassen uns zur Khaosan Road bringen. Dort angekommen ist die Party in manchen Bars in vollem Gange. Auf der Straße gibt es Street Food und alle paar Meter wird einem Lachgas angeboten. Insgesamt hatte ich mir die Khaosan Road noch lebendiger und noch bunter vorgestellt. Es ist zwar einiges los, aber in meinen Gedanken war alles irgendwie noch bunter, voller und noch wuseliger.
2016-03-24 23.49.47Insgesamt hat mich Bangkok positiv überrascht. Ich hatte mit riesigen Menschenmengen gerechnet durch die man sich fräsen muss um von A nach B zu kommen. Dem war aber nicht wirklich so. Natürlich war der Verkehr in Bangkok ziemlich krass wenn man mal mit dem Auto oder dem Bus gefahren ist, aber insgesamt fand ich es wesentlich angenehmer und geordneter als z.B. Ho Chi Minh City. Meine Assoziation von Bangkok hat sich daher ganz klar gewandelt.

Wir haben uns spontan entschlossen, doch nicht nur den Süden Thailands zu besuchen sondern auch dem Norden einen Besuch abzustatten. Daher haben wir kurzfristig einen Flug nach Chiang Mai gebucht um von dort aus den Norden ein wenig mit dem Roller zu erkunden.

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